- Trade Der Woche - Charttechnik & Trading - http://tradederwoche.de -
EoD Hebelzertifikate Depot
Dieser Eintrag stammt von admin Am 19.9.2008 @ 20:23 In Tradederwoche | Keine Kommentare
Wir haben uns nun doch entschieden, dass EoD Hebelzertifikate Depot auch auf der Startseite zu präsentieren und klar genug vom Optionsscheine Depot abzugrenzen, damit es nicht zu Verwechslungen kommt.
Hier nun die bisherige Entwicklung:
Auf dieser Seite finden Sie die aktuellen und vergangenen Trades aus unserem Hebelzertifikate Depot, welches auf End of Day, also Tagesschlusskursbasis, geführt wird. Außerdem wird nur der DAX gehandelt, es ist also ein DAX Trader Depot. Wir werden mit unserem DAX Trading Depot auf Hebelzertifikate Basis fast immer im Deutschen Aktienindex investiert sein. Daher sollten Sie jeden hier jeden Abend vorbeischauen, da es jeden Abend zu einem Wechsel in der Positionierung kommen kann. Die hier veröffentlichten Trades werden mit dem Handelsstart am nächsten Handelstag gültig. Auch wenn wir Limits setzen in unserem Hebelzertifikate Depot, sind diese mit dem nächsten Handelstag gültig.
Das Depot wird mit einem Startkapital von 50.000 Euro ausgestattet. Es werden wie bereits erwähnt nur Hebelzertifikate auf den DAX getradet. Jede Position hat in der Regel eine Gewichtung von ca. 10%.
Was sind Hebelzertifikate und wie funktionieren Hebelzertifikate?
Im Folgenden geben wir Ihnen eine Einführung in die Welt der Hebel-Zertifikate, damit Sie auch genau verstehen welche Vorteile Hebelzertifikate bieten und warum wir ein Hebelzertifikate Depot anbieten:
Hebelzertifikate fallen in die Kategorie der Hebelprodukte und werden häufig auch als Turbo Optionsscheine, Turbo Zertifikate, Knock-Out Zertifikate oder Mini Futures bezeichnet. In unserem Hebelzertifikate Depot werden wir in den meisten Fällen nur auf Hebelzertifikate ohne Laufzeitbegrenzung (also Open End) zurückgreifen, da wir vor jedem Trade nicht genau wissen wie lange dieser anhalten wird. Das schöne an Open End Hebelzertifikaten ist, dass wir so nur die Finanzierungskosten für den Zeitraum zahlen, in dem wir auch wirklich in dem jeweiligen Hebelzertifikat investiert sind. Desweiteren ist die Preisbestimmung (also auch für Limitorders) für diese Art von Hebelzertifikat sehr einfach, da es kein Aufgeld gibt und die Open End Hebel-Zertifikate “immer” auf dem inneren Wert notieren.
Hebelzertifikate sind Investments in einen Basiswert (z.B. den DAX) unter Einbeziehung eines Wertpapierkredites.
Sie zahlen also als Anleger nur einen Bruchteil des Basiswertes, partizipieren aber 1 zu 1 mit dem Basiswert mit. Durch diesen Wertpapierkredit (der Emittent finanziert den Basiswert von 0 bis zum Basispreis, der Kunde den Rest) entsteht ein Hebeleffekt, da Sie als Anleger mit geringerem Kapitaleinsatz trotzdem 1 zu 1 an Basiswertbewegungen teilnehmen. Natürlich fallen für die Finanzierung durch den Emittenten auch Finanzierungskosten an, welche vom Emittenten an den Kunden weitergegeben wird. Da bei einem Open End Hebelzertifikat im Vorhinein nicht gesagt werden kann, wie lange das Produkt läuft, werden die anfallenden Finanzierungskosten jeden Tag auf den Basispreis aufgeschlagen. Später werden wir Ihnen anhand eines Beispiels zeigen wie dies genau funktioniert.
Grundsätzlich unterscheidet man bei Hebelzertifikaten zwischen Long Hebelzertifikaten und Short Hebelzertifikaten. Mit Long Hebelzertifikaten setzen Sie auf steigende Kurse des zugrunde liegenden Basiswertes, bei Short Hebelzertifikaten setzen Sie hingegen auf fallende Kurse des zugrunde liegenden Basiswertes. Dies zeigt Ihnen also auch, dass Sie mit Hilfe von Hebelzertifikaten auch auf fallende Kurse setzen können. Dies ist ein großer Unterschied zum klassischen Aktieninvestment, bei welchem Sie die Aktie kaufen und nur von steigenden Kursen der Aktie profitieren können. Mit Short Hebelzertifikaten können Sie nun also auch auf fallende Kurse spekulieren und die Aktie quasi “Leerverkaufen”.
Wie berechnet sich nun der Preis eines Hebelzertifikates ohne Laufzeitbegrenzung?
Wie oben schon erwähnt ist die Berechnung eines Open End Hebelzertifikates sehr simpel.
Schauen wir uns das ganze zunächst für ein Open End Long Hebelzertifikat an.
In diesem Falle lautet die Formel:
(Kurs Basiswert - Basispreis des Longs) * Bezugsverhältnis = Akt. Preis des Long Hebelzertifikats
Beispiel: (Akt. DAX Stand: 6.500 Punkte, Basispreis des Long Hebelzertifikats: 6.000 Punkte, Bzv. 0,01)
(6.500 - 6.000) * 0,01 = 5 EUR
Das war doch gar nicht so schwer oder?
Steigt der DAX nun von 6.500 Punkten auf 7.150 Punkte, also genau um 10%, berechnen wir den Preis des Turbos erneut:
(7.150 - 6.000) * 0,01 = 11,50 EUR
Das heißt, obwohl der DAX gerade einmal um 10% gestiegen ist, hat unser Long Hebelzertifikat 130% hinzugewonnen. Beachten Sie bitte, dass wir nun die Basispreisanpassung aufgrund der Finanzierungskosten außen vorgelassen haben, um das Beispiel nicht zu verkomplizieren.
Sie sehen also nun, dass das Long Hebelzertifikat einen Hebel von 13 hatte, da der Kurs des Hebelzertifikates 13 mal stärker gestiegen ist als der Basiswert (hier der DAX) selber.
Dieser Artikel wurde ausgedruckt ab Trade Der Woche - Charttechnik & Trading: http://tradederwoche.de
URL zum Artikel: http://tradederwoche.de/2008/09/19/eod-hebelzertifikate-depot/
URLs in this post:
[1] Eine ausführliche Analyse zum DAX und den anderen Hauptindizes Dow Jones Industrial Index und S&P500 finden Sie hier…: http://tradederwoche.de/2008/09/13/aktuelle-einschatzung-zu-den-aktienmarkten/
Klicken hier zum Drucken.